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Aktuelle Lanzarote-Nachrichten

 

 

09.06.2009 Die Fundación Cesar Manrique erhält hohe Auszeichnung

Am 17. Juni 2009 wird König Juan Carlos Repräsentanten der Fundación Cesar Manrique die Medaille der „Real Fundación de Toledo“ überreichen, eine der höchsten Auszeichnungen in Spanien. Jährlich gibt es zwei Medaillenempfänger.

Durch diesen Akt wird das große Engagement der Cesar Manrique Stiftung bei der Erhaltung des historischen, kulturellen und künstlerischen Erbes geehrt.

Die Auszeichnung werden der Vorsitzende der Cesar-Manrique-Stiftung, José Juan Ramírez sowie der Kurator der Stiftung, Fernando Gómez Aguilera, entgegen nehmen.

 

 

09.06.2009 Außenministertreffen auf Lanzarote am 11. und 12. Juni

Im Rahmen der Initiative ‚Atlantique Sud’ treffen sich am 11. und 12. Juni auf Lanzarote die Außenminister von Angola, Argentinien, Brasilien, Kap Verde, Kamerun, Elfenbeinküste, Spanien, Frankreich, Marokko, Nigeria, Portugal, Senegal, Südafrika, Uruguay und Venezuela.

 

 

22.5.2009 Tenesar: Bewohner demonstrieren gegen Küstenbehörde ‘Costas’

Am vergangenen Mittwoch wurde bekannt gegeben, dass die Küstenbehörde Costas das Verfahren in die Wege geleitet hat, in Tenesar jene Bereiche der Schutzzone, auf denen Privathäuser stehen, wieder allgemein zugänglich zu machen.

Im Klartext heißt das, dass alle Häuser von Tenesar, die in der Schutzzone stehen (s. Skizze unten), abgerissen werden müssen, sofern nicht innerhalb der im öffentlichen Anzeiger BOC genannten 8tägigen Frist juristisch durchschlagende Einwände erfolgen.

Heute fand in Tenesar eine Demonstration gegen das Vorgehen der Küstenbehörde und den drohenden Abriss der Häuser statt. Auf einem der großen Spruchbänder stand: “Die Bewohner von Tenesar verstehen nicht, warum Costas die Tradition zerstören möchte“.

Die Häuser von Tenesar sind mehr als 40 Jahre alt und werden nur noch an Wochenenden und in den Ferien bewohnt. Die Bewohner schätzen als Ausgleich zum hektischen Alltag das einfache Leben mit engen nachbarschaftlichen und familiären Kontakten und ohne öffentliche Strom- und Wasserversorgung. Das Fehlen dieser Infrastruktur ist allerdings für Costas ein Indiz dafür, dass es sich bei Tenesar nicht um ein urbanes Gebiet handelt. In städtischen/urbanen Gebieten ist die Schutzzone lediglich 20 m, außerhalb dieser Gebiete 100 m breit.

Die Chancen stehen schlecht, dass Costas die Schutzzone und damit die Zahl der von einer Enteignung betroffenen Hausbesitzer verringert, oder dass es Hausbesitzern gelingt Nachweise zu erbringen, dass ihre Häuser legal gebaut wurden. Ob die rund 25 betroffenen Häuser tatsächlich, wie angekündigt, abgerissen werden müssen oder ob deren Besitzer wenigstens ein Nutzungsrecht von 30 bis 60 Jahren erhalten werden, wird sich bald zeigen.

 

 

Plan-Tenezar  Fotoquelle

 

 

Tenezar Demonstration

Tenezar gegen Costas

 Fotoquelle 2

 

 

 

>>> Reportage über den Ort Tenesar in der Inselzeitschrift Lanzarote 37°

 

 

18.5.2009 Caleta de Famara: Küstenbehörde ‘Costas’ markiert Schutzzone

José Cárdenas, kanarischer Regionalchef der spanischen Küstenbehörde Costas, ist am 11. Mai in Begleitung einiger Behördenmitarbeiter von Las Palmas nach Caleta de Famara gereist. Im Gepäck befand sich grüne Farbe, um die Grenze der Küstenschutzzone “zona de servidumbre de protección“ zu markieren.

Gebäude, die innerhalb dieser Schutzzone stehen und keinen Bestandsschutz genießen, werden im schlimmsten Fall abgerissen, im besten Fall erhalten die Eigentümer ein Nießbrauchsrecht mit einer Dauer von 60 Jahren.

Bei Caleta de Famara wurde die Küstenschutzzone in jenen Gebieten, die an das Meeresufer anschließen und nicht als Bauland ausgewiesen sind, nun auf 100 m Breite festgelegt. Innerhalb der frisch markierten Zone befinden sich ganze Häuserzeilen, denn auch in Caleta de Famara wurde in kanarischer Manier nach Platzbedarf, aber nicht in jedem Fall im Einklang mit den Flächennutzungsplänen und den gesetzlichen Vorgaben gebaut. Das Bürgermeisteramt hat die Bebauung auf sich beruhen lassen.

In anderen Küstenregionen wie Playa Blanca wurde dagegen richtig geklotzt, und es sind zahlreiche Hotel- und Apartmentkomplexe sowie große Urbanisationen sowohl in unmittelbarer Strand- und Meernähe als auch auf landwirtschaftlichen Nutzflächen sowie auf landschaftlichem Schutzgebiet aus dem Boden gestampft worden. Ebenfalls im Gegensatz zu Caleta de Famara wurden hier von Seiten der Bürgermeisterämter sowie anderer Behörden Korrekturen der Flächennutzungspläne zugunsten der Betonwüsten durchgeführt, illegale Baulizenzen erteilt oder andere Mauscheleien betrieben, wodurch komplizierte Rechtslagen entstanden sind.

Offensichtlich wirkt dies wie ein Schutzschild, denn Costas macht einen Bogen um die großen, illegalen Bausünden in bester Strandlage und konzentriert sich bei der späten Umsetzung des seit 1988 geltenden Küstengesetzes auf kleine Ortschaften und Häuseransammlungen wie u.a. Caleta de Famara, El Golfo, Órzola und Tenesar. Deren Eigentümer haben juristisch nichts in der Hand, was Costas beim Abstecken und Markieren einer besonders breiten Schutzzone ausbremsen könnte.

Der Costas-Vertreter teilte den aufgebrachten Bewohnern von Caleta de Famara mit, dass sie 14 Tage Zeit haben, um Einspruch zu erheben gegen den Verlauf der Schutzzonengrenze. Eine Reaktion der Behörde werde allerdings erst in rund 2 Jahren erfolgen.

Laut Auskunft des Anwalts José Ortega, der u.a. Betroffene in El Golfo vertritt, stehen die Chancen in Caleta de Famara recht gut, dass den Hauseigentümern ein Nießbrauchsrecht mit einer Dauer von 30 Jahren eingeräumt wird, welches möglicherweise um weitere 30 Jahre verlängert werden könnte. Komplizierter seien einige Fälle in El Golfo, teilte er mit.

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Küstengesetz Ley de Costas: Link 1 zu Informationen zu den Küstenschutzzonen sowie Link 2 zu einer Studie zum Küstengesetz  

 

 

24.04.2009 Kanarisches Parlament: Gesetz zur Durchführung dringender Maßnahmen verabschiedet

Mit 30 Stimmen der Koalition aus CC Coalición Canaria sowie PP Partido Popular und gegen 25 Stimmen der PSOE wurde gestern ein sehr umstrittenes Notgesetz zur Durchführung dringender Maßnahmen verabschiedet.

Was sich nach der Festlegung eines Maßnahmenkatalogs gegen die aktuelle Krise anhört, entpuppt sich in der Realität als Wegbereitung für weitere Bauaktivitäten sowie für eine nachträgliche Legalisierung der zahlreichen illegalen Bauprojekte, denn das neue Gesetz führt zu Gesetzeslockerungen und einer Deregulierung im Tourismus- und Bausektor. Ein Sieg der Beton- und Gästebettenfraktion über die Naturschützer und Verfechter des sanften Tourismus.

 

 

22.04.2009 Spanische Küstenschutzpolitik in der deutschen Presse

Ein interessanter Artikel zum Thema Küstenschutzpolitik ist heute in der TAZ erschienen. Ergänzend sei erwähnt, dass das illegale Hotel Papagayo Arena nach jüngsten Informationen der Küstenschutzbehörde plötzlich außerhalb der Küstenschutzzone liegen soll und die Angelegenheit deshalb nicht in den Zuständigkeitsbereich von Costas fällt . Unter der damaligen spanischen Umweltministerin Christina Narbona Ruiz wurde Gegenteiliges veröffentlicht.

 

 

16.04.2009 Häusern von Tenesar droht baldiger Abriss

Tenesar ist eine kleine, urige Häuseransammlung an der Westküste von Lanzarote. Seit einigen Jahren erhalten die Besitzer der Häuser regelmäßig Post von der Küstenbehörde ‘Costas’ mit dem Hinweis, dass die Häuser auf öffentlichem Grund und in der Küstenschutzzone liegen würden.

Seit einigen Tagen gibt es erneut Post von Costas, deren Inhalt die Besitzer in Angst und Schrecken versetzt, denn es wird eine Frist von nur 10 Tagen eingeräumt innerhalb derer nachzuweisen ist, dass es sich bei den Hausgrundstücken nicht um öffentlichen, sondern um privaten Grund und Boden handelt. Wird dieser Nachweis nicht erbracht, erfolgt der Abriss.

Der Bürgermeister von Tinajo, Jesús Machín, hat angekündigt, umgehend Einspruch zu erheben gegen das von Costas ausgesprochene Wegerecht, das sich nach Meinung des Stadtrats auf eine zu große Fläche bezieht.

Die Kanarische Regierung plant zur Zeit ein Regionalgesetz, um den Abriss ‘ethnographisch wertvoller’ Küstenorte zu verhindern (mehr dazu in einem Wochenblatt-Artikel

Die Zeit wird knapp, denn auf den Kanaren sind bereits die ersten urigen Siedlungen im Auftrag von Costas abgerissen worden.

Die Eigentümer der zahlreichen, direkt an der Küste aus dem Boden gestampften Hotels und Apartmentanlagen haben derartige Costas-Schreiben noch nicht erhalten.

 

 

13.04.2009 Kanaren: Kommunale, regionale und überregionale Schulden

Kürzlich sind die Zahlen zur öffentlichen Verschuldung im Jahr 2008 veröffentlicht worden.

Zunächst die gute Nachricht: Die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde Haría im Norden von Lanzarote ist auf 36 € pro Einwohner gesunken und war die niedrigste im gesamtkanarischen Gemeinden-Vergleich.

Nun die schlechten Nachrichten:

Zunächst die Zahlen der weiteren Gemeinden von Lanzarote:
Yaiza: 1.015 €
Tías: 914 €
Teguise: 880 €
Tinajo: 804 €
San Bartolomé: 723 €
Arrecife: 390 €.

Yaiza ist die am vierthöchsten verschuldete Gemeinde der Kanaren. Die beiden am höchsten verschuldeten Gemeinden befinden sich auf unserer Nachbarinsel Fuerteventura: Betancuria mit 3.282 € pro Einwohner und Pájara mit 1.567 € . Auf Platz 3 steht die Gemeinde Buenavista del Norte (Teneriffa) mit 1.016 € , und liegt damit nur einen Euro pro Kopf über Yaiza.

Neben den Schulden der Gemeinden lasten u.a. auch die Schulden der Inselregierungen auf den Einwohnern; insbesondere auf den Inseln mit geringer Einwohnerzahl:

 

 

  Insel

Schulden der
Inselregierungen

Einwohner

Schulden
pro Kopf

El Hierro

 11.844.000  

10.800  

 1.097 €

La Gomera

 20.789.000  

22.600  

 920 €

La Palma

 43.992.000  

86.500  

 509 €

Lanzarote

 47.416.000  

139.500  

 340 €

Fuerteventura

 32.281.000  

100.900  

 320 €

Teneriffa

 71.575.000  

886.000  

 81 €

Gran Canaria

 17.184.000  

829.600  

 21 €

SUMME

245.081.000

2.075.900

 

 

 

 

Die gesamten öffentlichen Schulden der Kanaren betrugen im Jahr 2008 rund 1,883 Milliarden €, also rund 907 € pro Einwohner. Das sind 20,5 % mehr als 2007. Im Landesdurchschnitt Spaniens stiegen die Schulden im selben Zeitraum um 14%.

 

 

25.03.2009 Lanzarote: Historisches Inselportal geht online

Die Inselregierung hat eine neue Website vorgestellt zum Thema Lanzarote im 20. Jahrhundert

www.lanzarotesigloxx.com

In diversen Rubriken kann ab nun nach alten Fotos, Informationen und Statistiken gestöbert werden. Die Website soll laufend erweitert und gepflegt werden.

 

 

02.03.2009 Jüngster Almodóvar-Film: Premiere auf Lanzarote

Heute informierte die lanzarotenische Tourismusbeauftragte María José Docal in einer Radiosendung, dass die Premiere des jüngsten Films von Pedro Almodóvar, “Los Abrazos rotos”, Ende März im Auditorium der Jameos del Agua stattfinden soll. Das genaue Datum stehe allerdings noch nicht fest.

Der Film wurde im vergangenen Jahr zum größten Teil an Schauplätzen in Madrid und auf Lanzarote gedreht.

Der Tourismussektor setzt auf eine große, positive Werbewirkung des Films für Lanzarote.

 

 

01.03.2009 Einwohner von Lanzarote nach Nationalitäten

Ende 2008 waren auf Lanzarote 139.506 Einwohner registriert. Die Einwohner der 15 am stärksten vertretenen Nationalitäten kamen aus:

Spanien

    100.635 

 

Großbritannien

     6.853 

 

Kolumbien

     5.646 

 

Deutschland

     3.967 

 

Marokko

     3.828 

 

Italien

     1.861 

 

Ecuador

     1.651 

 

Rumänien

     1.013 

 

China

     1.000 

 

Argentinien

       957 

 

Dominik. Republ.

       809 

 

Kuba

       807 

 

Portugal

       745 

 

Indien

       710 

 

Uruguay

       680 

 

Detaillierte Übersicht nach Nationalitäten und Gemeinden (Quelle: ISTAC)

In der Statistik nimmt die irische Gemeinde offensichtlich Platz unter dem großen, britannischen Hut...

 

 

27.02.2009 Flüchtlingsdrama vor Lanzarote: Schlepper festgenommen

Der Bootsführer des am 15. Februar gekenterten Flüchtlingsboots konnte als Schlepper identifiziert und festgenommen werden. Er befand sich unter den fünf Überlebenden. Bei dem tragischen Unglück waren 25 Flüchtlinge, darunter zahlreiche Minderjährige, ums Leben gekommen.

Zunächst hoffte der 27jährige Marokkaner, der mit den weiteren Überlebenden in ein Auffanglager nach Gran Canaria gebracht wurde, unerkannt zu bleiben. Aufgrund der Aussagen der Bootsinsassen und der Recherchen der Polizei-Spezialeinheit gegen Schlepperringe und Urkundenfälschung konnte er eindeutig als Drahtzieher der Aktion identifiziert werden. Darüber hinaus gilt es als erwiesen, dass er Mitglied eines größeren Schlepperrings war.

Der Mann fuhr bereits mehrere Male mit einem Flüchtlingsboot zu den Kanaren, wurde aufgegriffen und als Flüchtling in seine Heimat abgeschoben. Von über fünf derartiger Aktionen ist die Rede. Rund 1.000,- Euro hat er von jedem Flüchtling für die Überfahrten kassiert.

Jetzt ist erst einmal Schluss mit seinen riskanten Manövern, denn nun muss er sich auf den Kanaren vor Gericht verantworten.

 

 

10.02.2009 Hotels und Apartments: Belegungsquote im Januar 2009

Heute wurde die Januar-Belegungsquote der Hotels und Apartments der Insel veröffentlicht: Sie betrug 65,1%.

ASOLAN, Verband der Hotel- und Apartmentbesitzer, bläst Trübsal und verweist auf die allgegenwärtige Krise, schließlich betrug die Januar-Belegungsquote im Vorjahr noch 70,31%.

In 2006 betrug die Belegungsquote im Januar ganz ohne Banken- und sonstiger Krise, dafür mit hervorragender Kaufkraft der Briten gerade mal 65,84%.

 

 

10.02.2009 Lanzarote: meteorologische Daten 2001-2008

Mala heute: Sonnenauf- und -untergang:

MalaSonnenaufgang

MalaSonnenuntergang

Und nach Monaten im Jahr 2008:

 

Lanzarote-Wetterdaten-nach-Monaten 2008

 

 

 

08.02.2009 Kanaren: Verdopplung der Subventionen für den Transport landwirtschaftlicher Produkte

Die Kanarische Regierung teilt mit, dass die bisherigen Subventionen für den See- und Lufttransport landwirtschaftlicher Produkte von 50% auf 100% erhöht werden. Diese neue Regelung, die von der Europäischen Kommission bereits genehmigt wurde, gilt rückwirkend für den Zeitraum 1.1.2007 bis 31.12.2013. Sie umfasst die Kosten für den See- und Lufttransport innerhalb der Kanaren und von den Kanaren in EU-Länder und gilt für landwirtschaftliche Produkte, die auf den Kanaren hergestellt oder verarbeitet wurden sowie für Viehfutter, das aus der EU auf die Kanaren eingeführt werden muss, wenn es nicht oder nicht in den benötigten Mengen auf den Inseln existiert.

Um die Subventionshöhe unter Kontrolle zu halten gelten Pauschalen, die in regelmäßigen Abständen ermittelt werden. Dabei werden die Kosten für das günstigste Transportmittel sowie für den kürzesten Transportweg zugrunde gelegt, zuzüglich aller anderen, mit dem Transport verbundenen Kosten und Gebühren, wie beispielsweise (Flug-)Hafen-, Umschlag- und Sicherheitsgebühren. Neben den Pauschalen für die interinsularen Transporte gibt es Pauschalen für den übrigen Luft- sowie Seetransport. Zu deren Ermittlung werden die Transportkosten zwischen dem Flughafen Madrid-Barajas bzw. dem Hafen Cádiz und den kanarischen (Flug-)Häfen zugrunde gelegt.

Die Gesamthöhe dieses Subventionspakets wird mit 178,5 Millionen Euro veranschlagt, d.h. mit jährlich 25,5 Mio. Euro.

Es wird damit gerechnet, dass es bezogen auf die Kanaren bereits im März eine identische Subventionsregelung geben wird für alle weiteren Produkte, deren Transport staatlich bezuschusst wird.

Nutznießer der Subventionen sind, je nach Fall, die Absender oder Empfänger der Transportwaren.

Ob, wie und in welcher Höhe die Endverbraucher auch von den nachträglich gewährten Subventionen profitieren sollen, stand leider nicht in der Erklärung der kanarischen Regierung.

 

 

06.02.2009 Kongresspalast: Carlos Morales gewinnt Architekturwettbewerb

Gestern wurde der Gewinner des Architekturwettbewerbs über den Bau des Kongresspalasts von Lanzarote bekannt gegeben: Carlos Morales ging als Sieger hervor.

Der in Puerto Calero lebende Architekt, der mit Alexia von Griechenland verheiratet ist, hat sich gegen 9 weitere Teilnehmer durchgesetzt und erhält ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro.

Der Standort wird ganz in der Nähe der Inselregierung auf einem Gelände zwischen der LZ 2 und dem Meer sein.

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Fotoquelle

 

 

05.02.2009 Lidl erhält vom Obersten Kanarischen Gerichtshof grünes Licht für seine Discounter-Märkte auf den Kanaren

In jahrelangen gerichtlichen Auseinandersetzungen hat Lidl vor einigen Monaten einen Teilerfolg erzielt und die Genehmigung zur Gründung einiger Filialen auf den Kanaren erhalten; allerdings nicht als Discounter, sondern als Supermarkt. Und dies nur unter speziellen Auflagen hinsichtlich Verkaufsfläche und Größe auch des Sortiments sowie der Mitarbeiterzahl.

Seitdem wird auf Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote gebaut; und sogar auf der Lidl-Baustelle auf Lanzarote (neben Ikea) gibt es zwischenzeitlich Bewegung, wenn auch mit großer Verzögerung. Bislang wurde jedoch noch kein Lidl-Markt eröffnet. Der Grund lag in den permanenten Widerständen von Seiten der Kanarischen Regierung, die ständig neue rechtliche, aber umstrittene Schritte unternommen hat, um Lidl an der Eröffnung seiner Märkte auf den Kanaren zu behindern.

Nun hat der Oberste Kanarische Gerichtshof entschieden, dass für die Lidl-Märkte alle erforderlichen Lizenzen zur Eröffnung vergeben werden müssen, und dass darüber hinaus einige der bestehenden Auflagen rechtswidrig seien, wodurch nun auch grünes Licht für zumindest Discount-ähnliche Strukturen gegeben wurde.

Große Unterstützung für die Lidl-Expansion Richtung Kanaren gab und gibt es auf Lanzarote von Seiten der Verbraucher bzw. der Verbraucherschutzorganisationen, denn der hiesige Lebensmittelmarkt ist kein Markt mit mehreren Wettbewerbern, sondern die extrem hohen Preise für zahlreiche Produkte werden von nur zwei Anbietern diktiert, die sich zudem oder deswegen erlauben, oftmals äußerst schlechte Qualität anzubieten. Die beiden Platzhirsche sind

- ‘Agrucan’, eines der größten, kanarischen Unternehmen, das die Lizenzen zum Betreiben der (Euro-)Sparfilialen hält und auf Lanzarote an der Marcial-Kette beteiligt ist, zu der wiederum Cashmar gehört (Agrucan-Beteiligungen auf Fuerteventura: José Padilla Francés, Gran Canaria: Cencosu, Teneriffa: La Venta Nueva und La Palma: Tomás Barreto – jeweils zu 20%).

- ‘Fondos Permira’, eine Equity-Gesellschaft, die Betreiberin u.a. des Supermarktriesen Dinosol mit seinen Ketten Hiperdino, Netto und Cash Diplo ist.

In diesen Gesellschaften mischen sehr mächtige kanarische Familien mit, die sich im Kampf um Macht und Pfründe so schnell nicht geschlagen geben. Bleibt also abzuwarten, welche Steine Lidl nun noch in den Weg gelegt werden, um die Platzhirsche speziell auf den kleineren Inseln weiterhin gut abzuschotten.

Auch bleibt abzuwarten, welche Politik von Lidl-Canarias praktiziert wird, und welche wirtschaftlichen Auswirkungen ein Discounter (o.ä.) auf die zahlreichen, kleinen Einzelhändler der Insel haben wird.

Durch seine ausbeuterische und gesetzeswidrige Personalpolitik sowie durch seinen ruinösen Preisdruck auf die Hersteller seiner Waren ist Lidl zum Inbegriff geworden sowohl des modernen Sklaventums, als auch der “Geiz-ist-geil-Mentalität“, die in der deutschen Gesellschaft tief verwurzelt ist. In Deutschland wurde - nicht nur durch Lidl - der kleine Einzelhandel weitestgehend verdrängt. Vor diesem Hintergrund bleibt das Vorhaben von Lidl, sich auch auf den Kanaren auszubreiten, sehr umstritten.

Auf der anderen Seite unterscheidet sich die spanische und kanarische Mentalität deutlich von der deutschen Pfennigfuchserei, obwohl das Einkommensniveau insbesondere auf den Kanaren weit unter den deutschen Einkommen liegt - bei generell wesentlich höheren Lebensmittelpreisen. Trotz ihrer deutlich geringeren Kaufkraft bevorzugen viele Insulaner zumindest für den täglichen, kleinen Einkauf den Tante-Emma-Laden um die Ecke, nicht zuletzt auch, um die neuesten Informationen auszutauschen. An dieser Mentalität wird wohl auch ein Lidl nichts ändern.

Für den größeren Einkauf steuern auch die Einheimischen regelmäßig die großen Supermärkte an, und werden in Zukunft mit Sicherheit keinen Bogen um Lidl machen, denn die Diskussionen und politischen Auseinandersetzungen um Lidl haben für eines gesorgt: Für eine exzellente Lidl-Werbung, denn hier kennt mittlerweile jedes Kind Lidl, ohne jemals einen Lidl-Markt gesehen zu haben.